Was ich – in diesen Zeiten – bedenken will

Liebe Studentin, lieber Student,   ein neues Semester hat begonnen, dass uns allen sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Sie sind sicher auch in der vorlesungsfreien Zeit vielfältig von der Coronakrise betroffen gewesen und nun beginnt auch das Semester nicht wie gewohnt im Präsenzbetrieb, sondern digital. Da es dafür keine Präzendenzfälle gibt, ist es für alle neu und ungewohnt und kann nur gelingen, wenn wir uns gemeinsam dieser Herausforderung stellen und sie bestmöglich gemeinsam bewältigen.

Menschen reagieren ganz unterschiedlich auf die in solchen Zeiten auftretenden Unsicherheiten und Unwägbarkeiten. Durchaus auch in Abhängigkeit von der tatsächlichen persönlichen Betroffenheit kann dies von der entspannten oder distanzierten Sorglosigkeit bis zu dem Gefühl einer existentiellen Krise reichen.

 

Angeregt und im Verbund mit Studierenden, denen das Wohl Ihrer Kommiliton*innen in diesen besonderen Zeiten am Herzen liegt, sollen auf verschiedenen Kanälen (e-mail-Verteiler, whatsapp Gruppen, Internet Forum der Uni), Informationen, Einsichten und Strategien geteilt werden, die uns helfen, auch in dieser Zeit körperlich und mental gesund und leistungsfähig zu bleiben. Dabei ist zunächst ganz wichtig, für sich selbst zu realisieren, was diese Situation mit uns macht. Und wenn Sie dabei feststellen, dass Sie sich unsicher, gestresst, traurig oder ängstlich fühlen, dann wäre das zunächst mal völlig normal. Gerade in Zeiten einzuschränkender persönlicher Kontakte ist darum aber umso wichtiger, darauf zu achten, soziale Kontakte auf anderen Wegen umso intensiver zu pflegen, da sie ein ganz wesentlicher Baustein der inneren Ausgeglichenheit sind (s. hierzu auch das demnächst folgende WebEx Spiel-Angebot). Für die innere und äußere Hygiene gehören zur Förderung der eigenen Gesundheit und Resilienz auch weitere Bausteine wie Struktur im Tagesablauf, Unterstützung für den Menschen neben mir, Bewegung an der frischen Luft und ausreichender Schlaf. Diese und weitere Themen (z.B. Buchbesprechungen, Erfahrungsberichte über das eigene Erleben in diesen Zeiten, Hinweise auf hilfreiche Angebote anderer Universitäten z.B. Studentenseelsorge HH) sollen auf diese Weise angesprochen und (in loser Folge) weiter vertieft werden. Sie folgen damit den Gedanken der Universität unter dem Titel „Was ich bedenken will“ zur Verantwortung von Studierenden und Mitarbeiter*innen für sich selbst, die Uni und die Gesellschaft und wenden sie an. In diesem Austausch sind dabei durchaus auch Ihre Kommentare und Beiträge gefragt. In diesem Sinne: Gehen wir es an, das neue Semester!

 

Herzliche Grüße

 

Edgar Voltmer                                               

Professur für Gesundheitsförderung                 

in Studium und Beruf

 

Studentische Initiative

“Kein Schatten ohne Licht?”

 

Studiendekan Sektion Medizin 

Jürgen Westermann

Donnerstag, 30.04.2020 11:24