Gruppentraining zur Verbesserung der Stressbewältigung bei Medizinstudierenden

Hintergrund

In diesem Projekt wird ein Gruppentraining zur Verbesserung der mentalen Leistungsfähigkeit und Stressbewältigung (addisca) bei Medizinstudierenden zu Beginn ihres Studiums evaluiert. Dieses Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit der addisca gGmbH sowie dem Zentrum für integrative Psychiatrie an der Universität zu Lübeck und wird von der Techniker Krankenkasse gefördert.

Studieren kann mitunter mit einer erheblichen Stressbelastung verbunden sein. Ein hohes Lernpensum, ein enger Stundenplan, der wenig Flexibilität lässt, aber auch eine hohe Anzahl an Prüfungen und die Notwendigkeit, zu einem bestimmten Zeitpunkt die optimale Leistung abrufen zu müssen sind typische Studiums-bedingte Stressoren. Im Medizinstudium kommt zudem noch die frühe Konfrontation mit Krankheit und Tod dazu.

Das addisca-Training setzt hier an, in dem es auf einen verbesserten Umgang mit diesen Stressoren abzielt. Aufbauend auf metakognitiven Methoden sollen ineffektive Denkmuster, die unangemessenes Grübeln oder Sich-Sorgen verstärken, erkannt und durch Geeignetere zu ersetzt werden.

Ablauf

Die Evaluation des addisca-Trainings im Rahmen der Studierendengesundheit erfolgt als randomisierte, kontrollierte Interventionsstudie mit Wartelisten-Kontrollgruppen-Design. Das heißt, Medizinstudierende, die das Training erhalten haben, werden mit Medizinstudierenden verglichen, die auch Interesse am Training haben, aber zunächst auf einer Warteliste stehen. Die Zuordnung zu den Gruppen erfolgte per Zufall zu Beginn der Studie.

Im Januar 2017 wurden dazu Medizinstudierende des damals ersten Semesters rekrutiert. Die Interventionsgruppe erhielt das Training Mitte April 2017. Die Wartelistenkontrollgruppe wird das Training im November 2017 erhalten. Die Teilnehmer*innen werden zu Beginn der Studie, währenddessen und zum Ende der Studienlaufzeit hinsichtlich ihrer Stressbelastung, ihre allgemeinen und seelischen Gesundheit sowie bezgl. metakognitiver Inhalte per Fragebogen befragt. Dazu wird diese Evaluation zum Teil mit der LUST-Studie typo3/#_msocom_1verknüpft.

Ziel

Ziel dieser Studie ist es zu prüfen, ob das addisca-Training eine Verringerung der subjektiven Stressbelastung von Medizinstudierenden bewirkt. Darüber hinaus wird geprüft, inwiefern sich die verringerte subjektive Stressbelastung mittel- und langfristig positiv auf die Entwicklung der allgemeinen und seelischen Gesundheit auswirkt.

Aktenzeichen der Ethikkommission

16-334

Status

Die Trainings und Datenerhebungen sind abgeschlossen, ein Abschlussbereicht ist verfasst.

 

(Stand: 15.07.2019)

 

Solltet Ihr zu dieser Studie Fragen haben, wendet Euch an:

Dipl.-Psych. Katrin Obst

Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie

Ratzeburger Alle 160
23562 Lübeck
Gebäude 50 (2. OG), Raum 517

Email:katrin.obst(at)uksh.de
Phone:+49 (0) 451 500 51225
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